Unsere Leistungen

Bestattungsarten

Das Bestreben der Völker, ihre Toten zu ehren, ist in den Kulturkreisen der Menschheit entstanden. So entwickelten sich auch die noch heute gebräuchlichen Bestattungsarten über die Jahrhunderte und Jahrtausende.

Es gibt zwei Bestattungsarten, ERD- und FEUER-Bestattung, die sich wie folgt unterscheiden:

Erdbestattung

Der Verstorbene wird im Sarg aus verrottbarem Material (i.d.R. Holz) in einem Grab auf einem
Friedhof beigesetzt. Die Beisetzung kann mit oder ohne Abhalten einer Trauerfeier erfolgen. Auf den Friedhöfen werden hierfür Reihen- oder Wahlgräber angeboten. Die Friedhofsbetreiber regeln in ihren Friedhofssatzungen die Nutzung bzw. Gestaltung aller Grabtypen.

Wahlgräber werden vom Friedhofsträger mit einem Nutzrecht an die Angehörigen übergeben. Nach Ablauf dieser Zeit kann man entscheiden, ob das Nutzrecht an der Grabstelle nochmals verlängert werden soll, oder ob darauf verzichtet wird. Weil ein Wahlgrab so über Generationen weiter existieren und damit auch für folgende Bestattungen genutzt werden kann, spricht man auch von einem Familiengrab.
Je nach Friedhofssatzung:
kann das Wahlgrab ein- oder mehrstellig erworben werden, können in einem Wahlgrab auch 2 Beisetzungen "übereinander" erfolgen (heißt dann Tiefgrab) kann die Lage des Wahlgrabes auf dem Friedhof ausgesucht werden, kann ein Wahlgrab individuell gestaltet werden (Grabstein und Grabeinfassung).

Reihengräber werden vom Friedhofsträger lediglich zugewiesen und nicht mit einem Nutzrecht versehen. Das bedeutet:
eine Verlängerung nach Ablauf der Ruhefrist ist nicht möglich. Man hat keinen Einfluß auf die Lage dieser Grabart. Reihengräber werden nur für eine einzige Beisetzung zur Verfügung gestellt. Weitere Bestattungen sind aufgrund des fehlenden Nutzrechtes nicht möglich.
Je nach Friedhofssatzung:
ist die Gestaltung der Grabstätte nicht individuell möglich (z.B. keine festmontierten, aufrechten Grabsteine, sondern nur liegende Grabsteine, oder: Einfassungen sind generell verboten)

Anonyme Gräber werden für die Erdbestattung namenlos angelegt. Der Sarg wird auf einem bestimmten Gräberfeld wie sonst üblich beigesetzt. Später wird das Grab jedoch nicht äußerlich sichtbar angelegt, es wird mit grünem Rasen eingesäht. Grabstein und Einfassung entfallen. Die Grabpflege (sprich das Rasenmähen) übernimmt der Friedhofsträger. Mancherorts wird für die Angehörigen ein Gedenkstein (ohne Namen der Verstorbenen) auf diesen "Wiesen" aufgestellt, um dort zumindest das Ablegen von Blumenschmuck oder das Aufstellen eines Grabkerze zu ermöglichen.
Je nach Friedhofssatzung:
darf bei einer anonymen Beisetzung kein Angehöriger teilnehmen.

Auch pflegefreie Gräber sind mancherorts für die Erdbestattung angelegt. Der Unterschied zur anonymen Grabstelle ist, dass eine Steinplatte in Rasenhöhe auf das Grab eingelegt wird. Diese Platte kann mit dem Namen des Verstorbenen versehen werden. Das Grab wird vom Friedhofsträger gepflegt (ebenfalls nur das Rasenmähen).

Feuerbestattung

Der Verstorbene wird im Sarg dem Feuer übergeben. Die Einäscherung findet in einem Krematorium statt. Eine Trauerfeier kann VOR der Einäscherung (mit dem Sarg) oder NACH der Einäscherung (mit der Urne) abgehalten werden. Für die Feuerbestattung muss eine schriftliche Willenserklärung vorliegen, die aussagt, dass die Einäscherung der persönliche Wunsch des Verstorbenen ist. Ist kein schriftlicher letzter Wille vorhanden, kann der nächste Hinterbliebene erklären, daß die Einäscherung dem Willen des Verstorbenen entspricht.

Für die Aschenbeisetzungen gibt es in der Regel auf den Friedhöfen dieselben Grabtypen wie bei einer Erdbestattung, nämlich Urnen-Wahlgräber, Urnen-Reihengräber, anonyme oder pflegefreie Urnengräber (Erklärung siehe Erdbestattung). Es gibt auch Urnenwände, in die eine Urne eingestellt werden kann.

Mit der Asche eines Verstorbenen können auch andere Beisetzungsformen ausgeführt werden:

Seebestattung

Die Asche wird in einer extra dafür vorgeschriebene Urne (im Wasser löslich) in der Nord- bzw. Ostsee oder in anderen Meeren der Welt beigesetzt. Auf Wunsch können Angehörige die Fahrt auf See auch begleiten.

Neben der Willenserklärung zur Feuerbestattung muss auch der Wille zur Seebeisetzung schriftlich niedergelegt werden.

Friedwald/Baumbestattung

Die Baumbestattung ist eine relativ "junge" Form der Beisetzung. Die Asche des Verstorbenen wird in bestimmten Waldgebieten direkt bei den Wurzeln eines Baumes in die Erde eingebracht. Der Baum nimmt die Asche mit seinen Wurzeln auf und repräsentiert somit auch den Lebensfluss.
Ein einem Baum kann die Asche eines einzelnen, einer Familie oder von mehreren Verstorbenen
gemeinschaftlich beigesetzt werden.

Luftbestattung

Die Asche des Verstorbenen wird bei dieser Beisetzungsform von einem Heißluftballon oder
Flugzeug aus verstreut. In Deutschland ist die Luftbestattung gesetzlich nicht erlaubt. In den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz ist diese Möglichkeit der Bestattung jedoch verbreitet und wird von uns auch in diesen Gebieten durchgeführt. Die Angehörigen können auf Wunsch an der Zeremonie bei der Ballonfahrt oder dem Flug teilnehmen.

Verstreuung/Naturbestattung

Die Verstreuung der Asche kann auf einer dafür vorgesehenen Streuwiese auf einem Friedhof durchgeführt werden. In der Schweiz gibt es die Möglichkeit die Asche des Verstorbenen auf einer Almwiese oder von einem Bergfelsen aus zu verstreuen oder in einen Bergbach einzustreuen.

Grundsätzlich führen wir alle Bestattungsformen durch. Eine Weltraumbestattung oder Diamantbestattung
sind nicht so bekannt und werden daher selten nachgefragt. Natürlich informieren
wir Sie auch über diese Beisetzungstypen und führen sie wunschgemäß aus.

Aulgasse 25-29 • 53721 Siegburg • Hauptstr. 59 • Siegburg-Kaldauen • info@bestattungen-esser.de